Biogaswärme für das Sportzentrum

 

 

Bericht aus dem Wittlager Kreisblatt vom 13.07.09

orf Bohmte. „Die Gespräche waren langwierig. Dafür sind die Verträge jetzt schnell unterschrieben“, merkte Bohmtes Gemeindebürgermeister Klaus Goedejohann an. Die Kommune hat mit der Firma WEB GmbH & Co. KG aus Hunteburg einen Vertrag zur künftigen Nutzung von Biogaswärme im Sportzentrum geschlossen.

Dem Abschluss vorausgegangen ist eine Ausschreibung der Wärmelieferung für das Sportzentrum unter Einbeziehung aller Biogasanlagenbetreiber in der Gemeinde Bohmte. Die Wärmelieferung soll bereits zum 1. Oktober – mit Beginn der Heizperiode – sichergestellt sein. Durch die Wärmekonzepte entstehen der Gemeinde keine zusätzlichen Kosten. Die gesamte Gasleitung sowie die Anbindung am Sportzentrum würden von der Firma finanziert, betont Goedejohann.

Der Vertrag wird unterschrieben. Im Bild (von links): Kunibert Ruhe, Klaus Goedejohann und Ulrich Wessel-Ellermann. Dahinter stehend die Fachdienstmitarbeiter Holger Frost und Alf Dunkhorst.

Dem Abschluss vorausgegangen ist eine Ausschreibung der Wärmelieferung für das Sportzentrum unter Einbeziehung aller Biogasanlagenbetreiber in der Gemeinde Bohmte. Die Wärmelieferung soll bereits zum 1. Oktober – mit Beginn der Heizperiode – sichergestellt sein. Durch die Wärmekonzepte entstehen der Gemeinde keine zusätzlichen Kosten. Die gesamte Gasleitung sowie die Anbindung am Sportzentrum würden von der Firma WEB GmbH & Co. KG aus Hunteburg finanziert, betont Goedejohann.

Wie funktioniert die künftige Versorgung? Das Konzept zur Nutzung der Biogaswärme im Sportzentrum sieht vor, dass eine Gasleitung von der Biogasanlage der Firma WEB an der Herringhauser Straße in Hunteburg zum Sportzentrum an der Jahnstraße in Bohmte verlegt wird.

Dort wird ein Blockheizkraftwerk auf Biogasbasis errichtet. „Die Arbeiten werden voraussichtlich noch in diesem Monat beginnen“, sagt Kunibert Rohe von der Firma WEB. Die im Blockheizkraftwerk bei der Verstromung des Biogases anfallende Wärme wird im Sportzentrum Bohmte verbraucht. Dabei garantiert die Firma eine Heizleistung von bis zu 600 Kilowatt, was der Heizleistung des bisher verwendeten Niedertemperatur-Gaskessels entspricht. Insgesamt werden pro Jahr rund zwei Millionen Kilowattstunden Wärme bereitgestellt.

Ein positiver Nebeneffekt: „Mit dieser Wärmemenge kann neben dem Hallenbad und der Sporthalle Bohmte künftig auch das Beckenwasser im Freibad Bohmte beheizt werden“, so Goedejohann. Davon profitieren Badegäste im Bad allerdings erst ab dem kommenden Jahr.

Welche Vorteile gibt es? Zunächst einmal einen finanziellen. „Wir können mit der gefundenen Lösung, die unter anderem einen festen Wärmepreis für die nächsten 15 Jahre beinhaltet, überaus zufrieden sein, da wir bei den Kosten für die Beheizung des Hallenbades und der Sporthalle Bohmte erheblich einsparen“, so der Bürgermeister bei der Vertragsunterzeichnung mit Ulrich Wessel-Ellermann und Kunibert Ruhe von der Firma WEB. Immerhin habe die Gemeinde allein im Jahr 2008 rund 100000 Euro für die Wärmeversorgung des Sportzentrums aufwenden müssen.

Ein echter Glücksfall für die Gemeinde, zumal für die Zukunft auch die Option besteht, die Haupt- und Realschule Bohmte ebenfalls an das Wärmekonzept des Sportzentrums Bohmte anzuschließen. „Auch dort“, so Goedejohann weiter, „reden wir bei Heizkosten von bisher rund 65000 Euro jährlich über ähnlich hohe Einsparquoten. Sein Dank galt auch dem Team des Fachdienstes Planen und Bauen, das zwei Jahre an der Verwirklichung des Projektes gearbeitet hat. Daneben gibt es einen ökologischen Aspekt, einen Beitrag zum Klimaschutz. Holger Frost, zuständiger Mitarbeiter im Fachbereich Gebäudemanagement, rechnet vor, dass allein durch die Nutzung der Biogaswärme im Sportzentrum der CO2-Ausstoß, bezogen auf die Liegenschaften der Gemeinde Bohmte, um 21 Prozent reduziert wird. Der Einsatz von Biogas zur Stromerzeugung in einem Blockheizkraftwerk setzt nur so viel CO2 frei, wie bei der Produktion der Biomasse an fossilen Energieträgern eingesetzt wird. Die Verwertung der Biomasse in einer Biogasanlage sei also CO2-neutral.